Gar nicht so schlimm

Wie ein Wald voll Affen hat C.P. vor vier Wochen ausgerufen, weil er nun jeden Samstagmorgen fürs Kick aufstehen muss.
Und heute? Heute tönte es so: „Es ist gar nicht so schlimm. Ich komme eigentlich gerne ins Kick.“
Lieber C.P. , es ist wunderbar, dass Sie sich in so kurzer Zeit motivieren konnten! Behalten Sie diese Fähigkeit bei und bauen Sie sie noch etwas aus.
Wir freuen uns, dass wir einen weiteren gutgelaunten Kickler in unserer Gemeinschaft haben.

Bremspedal loslassen!

„Das kann ich nicht“, entfährt es K.U. , weil er eine Matheaufgabe nicht auf Anhieb lösen kann. „Das dürfen Sie nicht sagen!“, ermahne ich ihn. Sonst denke sein Hirn nicht mehr über Lösungen nach. Das sei wie wenn man mit runtergedrücktem Bremspedal Auto fahren wolle. „Das will ich noch lernen“, sei die bessere Aussage. Nach einer Hilfe zu seiner Aufgabe lasse ich ihn nachdenken, denn inzwischen hat mich schon der angehende Heizungsinstallateur T.I. gerufen und möchte ebenfalls Hilfe bei einer Mathe-Aufgabe. Ich sehe ein Rohr, das Wärme abstrahlt. Ich lese kJ, Grad, KWh, Tage, Kilo, Meter und griechische Buchstaben, die ich nicht aussprechen kann. Und schon entfährt es mir: „Das kann ich n…“ (ich spüre im Rücken, wie mich K.U. beobachet, und kann gerade noch vom Bremspedal) „…atürlich mit Ihnen zusammen herausfinden!“
Ich finde es immer besonders heilsam, wenn man am eigenen Leib erlebt, wie schwer Tipps umzusetzen sind.
Doch das Schönste: Nach einigen Haarnadelkurven haben wir das Ziel tatsächlich gemeinsam erreicht, T.I. und ich. Wir hatten ein richtiges Hoch. Man muss nur das Bremspedal loslassen, dann MACHT MATH SPASS!!

Hoher Besuch

Gleich zwei ehemalige Schüler haben heute ihre ehemalige Klasse und ihren Kick-Lehrer Martin Thurnheer besucht. R.C. und N.N. sind einfach aufgetaucht und haben berichtet, wie es ihnen seit dem Lehrabschluss Ende Juli ergangen ist. Und das an einem Samstagmorgen! Das ist ein sehr grosses Kompliment. Vielen Dank dafür!

Schön, Sie wiederzusehen! Und noch schöner, Sie wieder zu sehen!

Die Ferien waren lang und schön. Und schülerfrei (natürlich auch lehrerinnenfrei). Und so hat man genügend Zeit zu merken, wie wichtig einem das Kick ist. Ich jedenfalls habe mich richtig, richtig gefreut, die Jugendlichen meiner Klasse wiederzusehen. Und der aufgeräumten Stimmung im ganzen Kick-Stockwerk nach zu schliessen, haben sich auch etliche Jugendliche sehr darüber gefreut, ihre Kick-Lehrpersonen wieder zu sehen. Ok, ok, ich gebe zu, dass ich das vielleicht ein klitzekleines bisschen zu positiv interpretiere. Aber die aufgeräumte Stimmung war definitiv da, daran gibt es nichts zu rütteln.

Die lange Pause ermöglicht es auch, die Jugendlichen mit neuen Augen zu sehen; sie nicht nur wiederzusehen, sondern auch wieder zu sehen. Und ich sehe, dass einige in dieser Zeit gewachsen sind. Vielleicht nicht körperlich, aber innerlich!

Bitte Daumen drücken

„Nichts, aber auch gar nichts ist schön an der Mathematik“,  beteuert L.P. gleich in der ersten Mathestunde und ist nicht von seiner Meinung abzubringen. So ist es nicht verwunderlich, dass er keine Lust hat, seine Denkmaschine anzuwerfen. Bei den Übungsblättern muss ich sogar die Lösungen wegschneiden, weil er lieber seine Intelligenz dazu braucht, das System der Lösungen zu knacken, als zu rechnen.
Heute nun hat er mich mit einer Kehrwende total überrascht. Er hat nach leeren Übungsblättern gefragt. Er wolle das nochmals üben, was er heute gemacht habe. Und ich solle doch bitte die Lösungen wegschneiden.
Ich bin mal gespannt, ob er die ausgefüllten Blätter nächste Woche wie versprochen mitnimmt. Drücken Sie die Daumen?

 

Hallo?! Elf Uhr ist längstens vorbei!

Eigentlich wollte ich heute gleich nach Ende der Kickstunden  schnell etwas vom Kick-Lehrer Markus Bader ausleihen. Meine Lernenden haben mir wie gewohnt 0,01 Sekunden nach elf Uhr ein schönes Wochenende gewünscht und so gehe ich zu Markus Baders Schulzimmer rüber. Dort kümmern sich gleich drei Schüler nicht darum, dass der Unterricht eigentlich fertig ist. Sie lassen sich vom ihrem Lehrer noch etwas erklären.
Und erklären
Und erklären

Zehn Minuten später gebe ich auf und gehe weg. Mit leeren Händen zwar, aber mit vollem Herzen.
Und einer Ecke bewundernden Neides: „Dammi nonemou, wie macht der das bloss?“

R.R. plant schon das nächste Schuljahr

„Frau Minonzio, darf ich nächstes Schuljahr wiederkommen? Ich habe vergessen, Hrn. Tanner zu fragen. Was muss ich dafür tun? Wie kann ich mich anmelden?“, fragte mich der Kochlehrling R.R. nach Schulschluss im Gang.
Ich musste mich erst fassen. Soeben hatte ich noch eine Auseinandersetzung geführt wegen Schwänzens und war noch im Abwehr-Modus. Und beinahe nahtlos kommt R.R. mit seinem Anliegen auf mich zu. Nun gilt es tief durchzuatmen und die Situation zu geniessen!
Ja, lieber R.R., bei uns darf jeder im Kick bleiben, wenn er das braucht. Da musss man sich nicht einmal anmelden. Sie können schon den ersten Eintrag im neuen Lernjournal machen. Willkommen in der Kick-Community!

Nimmersatt

Manche Leute sind einfach nimmersatt, wenn es ums Lernen geht. So auch R.C. Im Juli hat er er seine Lehre als Montage-Elektriker abgeschlossen und nun hat er die zwei Zusatzjahre als Elektroinstallateur in Angriff genommen. Und wissen Sie worüber er sich Gedanken macht? Über die nächste Ausbildung, die er machen will. Lieber R.C., wir sind schon fast ein bisschen neidisch auf Ihre unersättliche Lernfreude!

Unerhört!

Immer wieder sind wir überrascht, mit welch riesigem Engagement sich manche Jugendliche für ihre Lehre einsetzen. So zum Beispiel M.G.
Im Herbst musste er wegen einer schweren Krankheit zwei Wochen im Spital behandelt werden. Und wie sieht sein Zeugnis aus? Keine einzige entschuldigte oder unentschuldigte Absenz!! Er hat jeweils sein Spitalbett verlassen, um die Schule besuchen zu können.
Lieber M.G., Sie haben unsere volle Bewunderung für solch ein unerhörtes Engagement!

Danke für die Blumen

Die meisten Jugendlichen im ersten Lehrjahr haben die harte Probezeit bestanden. Herzliche Gratulation!
Natürlich hoffen wir immer, dass wir bei dem einen oder anderen zu diesem Erfolg beitragen durften. Messbar ist dies ja nicht. Deshalb freuen wir uns umso mehr, wenn wir von einem Jugendlichen ein Feedback erhalten. Das jüngste möchte ich gerne wiedergeben:

Sehr geehrte Frau Minonzio
Auch Ihnen teile ich gerne mit, dass ich die Probezeit erfolgreich bestanden habe. Ohne Sie bzw. die Kick-Schule wäre dies nicht so einfach. Deshalb möchte ich Ihnen ein kurzes Feedback geben und mich bei Ihnen und Ihrem Team recht herzlich bedanken.
Sie und Ihr Team haben wirklich etwas geschaffen, was den Jugendlichen hilft bzw. nötig ist. Die Kick-Schule lohnt sich auf jeden Fall und ist sehr hilfreich.
Ich hoffe, dass wir auch in Zukunft weiterhin erfolgreich miteinander arbeiten können.
Besten Dank im Voraus für die bisherige Zeit, und bis zum nächsten Kick Tag 🙂
Mit freundlichen Grüssen
S.K., Schüler im Kick

ZERO KALORIEN – 100% KICK

Dass das Kick nicht nur den Geist, sondern auch den Körper belebt, haben wir schon lange vermutet. Nun haben wir den Beweis! Gerne gebe ich dafür Markus Bader Platz für einen Gastkommentar. Markus Bader arbeitet samstags für e Lehr mit Kick. Auch ist er Lehrer an der Gewerblich-industriellen Berufsfachschule Liestal. Deshalb war er heute auf einer Biketour unterwegs mit den Lernenden. Hier sein Bericht und das Beweisfoto:

Ein noch sehr junger Schüler ist mir heute auf der GIBL-Biketour aufge

Beweisfoto 1: So sieht ein erschöpfter Jugendlicher nach einem Kick-Gespräch aus!

fallen, weil er mit dieser Herausforderung ziemlich am Kämpfen war. Auf der Ulmethöhe habe ich mich zu ihm gesetzt und versucht, ihn von seiner Erschöpfung abzulenken. Im Verlauf des Gespräches sagte er, dass er mich vom Kick her kenne. Ganz erstaunt fragte ich nach und erfuhr, dass er derjenige ist, der die Kick-Intensivtage verpasst hat. Er hatte nämlich in dieser Zeit die Einführungswoche mit dem Lehrbetrieb. Darauf habe ich S.K. erzählt, welche Strapazen ihm bei der Kick-Wanderung erspart geblieben seien, und er jetzt viele ihrer Etappenziele sehen werde.

Das kleine Gespräch hat wie eine Wunderdroge gewirkt und voller neuer Energie hat S.K. gesagt: „Aufgeben – niemals, kommt nicht infrage!“ (irgendwie KICK oder nicht?).