Aufwärtsspirale

Bekanntlich zählt der Anfangskick doppelt. Deshalb begleiten wir die Lernenden im ersten Lehrjahr besonders eng. Folglich tausche ich mich auch mit dem Fachlehrer Andy Wyss aus. So erfahre ich, dass K.I. bei den Berufskenntnissen als erste Note eine saubere 6 hingelegt hat und als zweite Note eine 1,5.
Eine der schönsten Seiten am Kick ist, dass wir Zeit haben nachzufragen, was denn passiert sei. „Ich bin mit der Lern-App nicht zu Rande gekommen“, antwortet K.I.
Nun ja, Arbeitsmittel einsetzen und sich rechtzeitig Hilfe holen, wenn man nicht weiter weiss: Auch das will gelernt sein. Ich überlege mir, wie K.I. da weiterkommen kann und kann mich nicht entscheiden. Als Übersprunghandlung schreibe ich Andy Wyss ein Feedback. Innerhalb von zwei Stunden mailt er zurück: „Ich werde mit K.I. die Funktionen der Lern-App nochmals durchspielen.“ Einfach wunderbar!
Am nächsten Kick-Tag weiss ich immer noch nicht, wie ich weiter vorgehen soll. Vorsichtig spreche ich K.I. auf die App an. „Herr Wyss hat mir die App nochmals erklärt und ich habe gelernt, bei Problemen nicht mehr so lange zu warten“, sagt K.I. direkt als Erstes. Einfach wunderbar! Da muss ich ja gar nichts mehr machen.

ZERO KALORIEN – 100% KICK

Dass das Kick nicht nur den Geist, sondern auch den Körper belebt, haben wir schon lange vermutet. Nun haben wir den Beweis! Gerne gebe ich dafür Markus Bader Platz für einen Gastkommentar. Markus Bader arbeitet samstags für e Lehr mit Kick. Auch ist er Lehrer an der Gewerblich-industriellen Berufsfachschule Liestal. Deshalb war er heute auf einer Biketour unterwegs mit den Lernenden. Hier sein Bericht und das Beweisfoto:

Ein noch sehr junger Schüler ist mir heute auf der GIBL-Biketour aufge

Beweisfoto 1: So sieht ein erschöpfter Jugendlicher nach einem Kick-Gespräch aus!

fallen, weil er mit dieser Herausforderung ziemlich am Kämpfen war. Auf der Ulmethöhe habe ich mich zu ihm gesetzt und versucht, ihn von seiner Erschöpfung abzulenken. Im Verlauf des Gespräches sagte er, dass er mich vom Kick her kenne. Ganz erstaunt fragte ich nach und erfuhr, dass er derjenige ist, der die Kick-Intensivtage verpasst hat. Er hatte nämlich in dieser Zeit die Einführungswoche mit dem Lehrbetrieb. Darauf habe ich S.K. erzählt, welche Strapazen ihm bei der Kick-Wanderung erspart geblieben seien, und er jetzt viele ihrer Etappenziele sehen werde.

Das kleine Gespräch hat wie eine Wunderdroge gewirkt und voller neuer Energie hat S.K. gesagt: „Aufgeben – niemals, kommt nicht infrage!“ (irgendwie KICK oder nicht?).

Tragen Sie Sorge zu sich

Sie haben die Lehre bestanden!

Ali! Ardit! Claudio! Fuad! Jesse! Landrik! Mehmet! Patrick!

Wir freuen uns sehr! Dass die Jugendlichen nach so vielen Jahren harter Arbeit nun die Ernte einfahren können, ist ein überwältigendes Gefühl. Besonders freue ich mich, dass sie bald finanziell unabhängig sind und die nächsten Schritte in ihrem Leben unternehmen können.
Leider haben auch Kick-Schüler die Lehrabschlussprüfung nicht bestanden. Das tut uns sehr leid. Manche haben schon beschlossen, dass sie nächstes Jahr die nötigen Prüfungen wiederholen. Andere sind noch unentschlossen. Rufen Sie uns an und beraten Sie sich mit uns. Wir sind für Sie da!
Ob Sie nun bestanden haben, eine Ehrenrunde einlegen oder einen ganz anderen Weg wählen: Wir wünschen Ihnen alles, alles Gute! Tragen Sie Sorge zu sich!

Alles Gute auf der weiteren Reise

Nun braucht auch B.W. das Kick nicht mehr. Sie hat viel gelernt in der Schule und die Lehrmeisterin ist sehr zufrieden mit ihr. Das Zeugnis ist gut ausgefallen.
Im Kick hat sie sich einige gute Lern- und Arbeitstechniken angeeignet, die sie das ganze Leben begleiten werden. Eine davon ist: „Rechtzeitig eine kleine Pause machen!“ Tönt gut, nicht? Wenn man anfängt, Fehler zu machen oder sich aufzuregen, kann ein Päuschen Wunder wirken.
Jedenfalls freuen wir uns für B.W., dass sie nun am Samstagmorgen ausschlafen kann. Mach’s gut!

Viele strahlende Gesichter

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, nicht über Noten zu schreiben. Das Noten-Terrain ist total vermint. Jedes Sätzchen, das ich in die Welt entlasse, kann unkontrolliert auf eine Tretmine tappen und zu einer Explosion führen. Vor allem Geschriebenes, das bekanntlich mehr Gewicht hat. Kurz, das Thema eignet sich nicht dafür, um darüber zu schreiben.
Nun habe ich aber heute bei der Zeugnisbesprechung so viele strahlende Gesichter gesehen! Ich freue mich über die Freude.
So, mehr schreibe ich nicht: Siehe oben.

Einladend, wachsam und gelassen

Sein feiner Humor zeigt sich auch in seinen Arbeiten. Das Lebkuchenhaus, das T.X. im Fachunterricht gemacht hat, wurde als Sujet für die Weihnachtskarten der GIBM ausgewählt. Ich mag vor allem die offene Tür. Der Schneemann wacht auf sympathische Art über das Ganze, während der Esel gelassen bleibt.
Eigentlich ein ganz gutes Symbol für unsere Arbeit im Kick.