Vom Unterhalter zum Schaffer

Die ersten sechs Monate der Lehre sind für die Jugendlichen besonders hart. Die meisten fallen ohne Vorbereitung ins kalte Wasser der Berufswelt mit all ihren strengen Regeln, mit einer Chefin, mit den Mitarbeitenden, mit den Kunden. Und in der Schule sind es auch lauter neue Lehrerinnen und Mitschüler. Es gibt sehr viel Neues, das verdaut werden muss. Eine beachtliche Leistung. Umso bewundernswerter sind die Jugendlichen, die zu all dem noch Energie haben, sich selbst zu ändern! Da ist zum Beispiel C.P., der plötzlich mit Ohrenschutz auftaucht, weil er begriffen habe, dass er den Fokus aufs Lernen richten muss. Vom Unterhalter zum stillen Schaffer: Welch eine Wandlung. Lieber C.P., ziehen Sie das durch, wir glauben an Sie!

Kleines Einmaleins – grosse Wirkung

„Ich mache nichts anderes mehr. Wenn ich im Bus bin, wenn ich Zähne putze, bei der Arbeit. Überall lerne ich das Einmaleins!“, trompetete I.T. letzten Monat. Ich war gerührt. Immerhin ist er der allererste Schüler, der meinen Rat beherzigt hat, das Einmaleins zu repetieren.
Man weiss ja, wie wichtig es ist, sich im Zahlenraum heimisch zu fühlen. Was nun aber passiert ist, ist doch sehr bemerkenswert. I.T. hat das Tor zur Mathe-Welt weit aufgestossen. Nun beginnt FREIWILLIG er jede Kickstunde mit Mathematikaufgaben aus seinem Buch, die er repetieren will. Und er ist deutlich, deutlich bessergeworden. Was einmal mehr beweist:

MATH MACHT SPASS!