Viele strahlende Gesichter

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, nicht über Noten zu schreiben. Das Noten-Terrain ist total vermint. Jedes Sätzchen, das ich in die Welt entlasse, kann unkontrolliert auf eine Tretmine tappen und zu einer Explosion führen. Vor allem Geschriebenes, das bekanntlich mehr Gewicht hat. Kurz, das Thema eignet sich nicht dafür, um darüber zu schreiben.
Nun habe ich aber heute bei der Zeugnisbesprechung so viele strahlende Gesichter gesehen! Ich freue mich über die Freude.
So, mehr schreibe ich nicht: Siehe oben.

Abschied vom Reisegefährten

„Merci, Ade!“, das ist so mein üblicher Abschiedsgruss an den Chauffeur, wenn ich aus dem Postauto aussteige. Das machen sicher nicht alle, aber die einzige bin ich damit beileibe nicht. Von Reisegefährten kann man sich ruhig verabschieden, finde ich.
Deshalb verstehe ich es nicht, wenn Arbeitgeber ihre Lernenden „per sofort“ vom Kick abmelden. Mit jedem Kick-Lernenden befinden wir uns auf einer Reise. Und von Reisegefährten kann man sich ruhig verabschieden, finde ich.
Umso mehr hat es mich gefreut, dass uns heute N.T. besucht hat. Er braucht das Kick nun nicht mehr und hat seine Entscheidung schon vor zwei Wochen per Telefon mitgeteilt. Trotzdem hat N.T. heute den langen Weg auf sich genommen, nur um sich von der Klasse und von mir zu verabschieden.
Danke!
Wir wünschen N.T. alles, alles Gute auf seinem weiteren Weg.
Wir werden ihn vermissen.
Und die plötzliche Ruhe im Klassenzimmer geniessen.
Und wir werden ihn vermissen.

Hausaufgaben gemacht!

Das Kick ist bekanntlich eine hausaufgabenabbauende Zone. Hier soll der Stapel an Hausaufgaben abgearbeitet, nicht vergrössert werden. Manchmal versuche ich trotzdem, Hausaufgaben zu geben. Das tönt dann ungefähr so: „Lernen Sie doch das Einmaleins. Jeden Tag im Bus nur fünf Minuten. In einem Monat können Sie es und dann fällt Ihnen das Rechnen einfacher, glauben Sie mir.“ Die nächste Woche frage ich, wie es gegangen ist und versuche nochmals zu motivieren. Dito die übernächste Woche und die über-übernächste… Kurz, noch nie hat jemand Kick-Hausaufgaben gemacht.
Bis auf jetzt. Ich darf stolz verkünden, dass U.Y. als allererster meiner Schüler Kick-Hausaufgaben gemacht hat. Ich bin baff. Er hat sich tatsächlich einen anderen Rechner besorgt.

Sein alter Rechner hat als Tausendertrennzeichen die deutsche Methode mit einem Punkt genutzt. Und U.Y. hat den Punkt als Dezimaltrennzeichen gedeutet. Das sah dann im Endeffekt so aus
270 * 10 = 2,7
So, aber das sind nun tempi passati. Nun ist ein weiterer Stein aus dem Weg geräumt, damit
MATH SPASS MACHT